Das Kauppenkreuz

Ehrenmal für die gefallenen und verstorbenen Mitglieder
der Spessartbund OG Waldaschaff

 

Auf der Generalversammlung am 06.01.1952 wurde unter dem damaligen Vorsitzenden Wilhelm Grimm beschlossen, ein bleibendes Denkmal für die Toten unseres Vereins zu setzen.
Die Anlage wurde so gestaltet, dass auf einem 5 x 5 m und 2 m hohen Sandsteinsockel ein großer Quaderstein mit Gedenktafel und ein 5 m hohes Eichenkreuz aufgestellt werden soll.
Die Gesamtkosten dieser Anlage beliefen sich ohne Eigenleistung auf 1.246,48 DM.
Von den Frauen der Mitglieder wurden 3 Fahnen gestiftet, die bei feierlichen Anlässen als Schmuck der Gedenkstätte dienen.
Am 02.06.1952 (Pfingsten) konnte nun das von der Spessartbund OG Waldaschaff erstellte Ehrenmal für die verstorbenen und gefallenen Mitglieder eingeweiht werden.

Aus einem Zeitungsbericht konnte man entnehmen, dass Herr Pfarrer Nötscher den ersten Feldgottesdienst in Waldaschaff, unter Teilnahme geladener Gäste und der Ortsbevölkerung, abhielt und dabei die Einweihung vornahm.
Noch zu erwähnen wäre, dass beim Verlesen der gefallenen Mitglieder deren Kinder ein Blumengebinde an der Gedenkstätte niederlegten.
Nach den Schluss- und Dankesworten des 1. Vorsitzenden Wilhelm Grimm spielte die Musikkapelle das Lied "Vom guten Kameraden".

Auf der Versammlung am 01.11.1952 wurde festgelegt, eine Beleuchtung am Ehrenmal zu installieren. Diese sollte vom Todestag bis zur Beerdigung eines Mitgliedes oder an hohen kirchlichen Feiertagen eingeschaltet werden, so wie es auch noch heute üblich ist.

Nach dem Vorstandswechsel am 29.12.1957 wurde mit dem neuen Vorsitzenden Eduard Ansmann beschlossen, ein 10 m hohes Betonkreuz mit Neonleuchten zu errichten.
Pläne und Statik dazu erstellte der spätere 1. Vorsitzende Alfons Kunkel.
Nach kurzer Zeit wurde das neue 10 m hohe Betonkreuz aufgestellt.
Das Material wie Beton, Sandstein, Stahl und Mörtel wurde von verschiedenen Autobahn-Firmen zur Verfügung gestellt.
Das neue 10 m hohe Kreuz mit 5 Neonleuchten erstrahlte zum ersten Mal an Allerheiligen 1958.
Am Allerseelentag, den 02.11.1958 wurde es wiederum von Pfarrer Andreas Nötscher, unter Beisein aller Ortsvereine, neu eingeweiht und erstrahlt seither über das ganze Dorf.

1963 wurde erstmals über die Eigentumsverhältnisse des Grundstücks, auf dem das Ehrenmal errichtet wurde, gesprochen. Eigentümer des Grundstücks war immer noch Alois Englert.
Es soll nach einer Teilvermessung (ca. 100 qm) für 100,-- DM erworben werden.
Alfons Kunkel wurde beauftragt, die notarielle Beurkundung einzuholen.
Auf der Versammlung am 23.06.1968 berichtete er, dass für das Teilgrundstück 100,-- DM bezahlt wurden.
Dieser Betrag soll als Pachtzins für 99 Jahre gelten. Die Übereignung kann nicht vollzogen werden, da der Verein nicht im Vereinsregister (e.V.) eingetragen ist.
Auf der Versammlung am 25.09.1971 wurde beschlossen, die Stromleitung zum Kauppenkreuz zu erneuern. Fritz Blattner erklärte sich bereit, mit einigen Helfern die Elektroarbeiten durchzuführen.

Bei der Versammlung unter dem Vorsitzenden Hans Brehm am 13.03.1976 wurde eine neue Vereinssatzung erstellt, damit der Verein e.V. wurde und das Kauppengrundstück mit dem Ehrenmal Vereinseigentum werden kann.

Mit Alois Englert wurde wegen dem Verkauf des Grundstücks verhandelt.
Bei der Generalversammlung am 04.02.1979 gab der 1. Vorsitzende Hans Brehm bekannt, dass das Grundstück endgültig am 29.09.1978 zugesichert wurde.
Dem Verein entstanden nur die Zusicherungs- und die noch anfallenden Vermessungskosten.
Es wurde ein neuer Jägerzaun errichtet und die Ruhebänke erneuert. Die Beleuchtung musste ganz neu installiert werden.
Der im Anwesen Peter Büttner installierte Anschluss für die Beleuchtung am Ehrenmal ist nicht mehr in Ordnung.
1983 wurde von Bürgermeister Herbert Brehm angeboten, die Beleuchtung des Kauppenkreuzes an die Straßenbeleuchtung anzuschließen.
Bürgermeister Brehm setzte sich mit dem Überlandwerk in Verbindung und ließ einen Zwischenschalter einbauen, damit wir das Kreuz ein- und ausschalten konnten.

Der 1. Vorsitzende Rudolf Brehm gab 1996 bekannt, dass das Betonkreuz durch Witterungseinflüsse stark beschädigt ist und saniert werden muss. Er legte einen Kostenvoranschlag von ca. 12.000,-- bis 15.000,-- DM für die Renovierung des Kauppenkreuzes vor. Auch die Stromzuleitung musste erneuert werden.

1997 wurde das Kauppenkreuz mit einem Sandstrahlgerät komplett gereinigt und durch die Fa. Helmar Kunkel mit einer Spachtelmasse belegt und neu gestrichen. Neue Leuchten wurden angebracht und verkabelt, die Fahnenmasten abgeschliffen und lackiert. Ein neuer Jägerzaun wurde angebracht, sowie die Anlage neu bepflanzt.
Im Frühjahr 1997 wurde die Renovierung des Kauppenkreuzes mit der Verlegung des Stromkabels (320 lfm) abgeschlossen.
Die Gesamtausgaben für Material betrugen 5.352,-- DM, ohne Kabel.
 

Auf der darauf folgenden Versammlung bedankte sich unser 1. Bürgermeister Peter Winter auch im Namen der ganzen Gemeinde bei unserem Verein für die Renovierung und Unterhaltung des Ehrenmals auf der Kauppe.

Am 11.07.1997 fand die Segnung der renovierten Kauppenkreuzanlage durch Herrn Pfarrer Reinhold Ball statt.

Wir, die Mitglieder des Vereins, hoffen, dass unser Kauppenkreuz noch recht lange erstrahlt und durch seine exponierte Stellung ganz Waldaschaff unter seinen Schutz stellt.

 

Hans Brehm
Ehrenvorsitzender